Netzanalyse

Netzanalyse gem. EN 50160 u. DIN EN 61000-2-4 Klasse 2

Eine Netzanalyse wird in elektrischen Anlagen, in Teilbereichen, in Schaltschränken für Anlagen und/oder für Maschinen angewendet.

Netzanalysen werden heute durch zunehmende Elektronik, Frequenzumformer in Maschinensteuerungen, LED- Technik, Blindleistungen im Netz, Oberwellenprobleme, Nullleiterüberlastung oder unsymmetrischen Belastungsverhalten immer wichtiger.

Probleme mit möglichen Netzproblemen werden vor Ort beim Kunden besprochen, begutachtet und die weitere Vorgehensweise abgestimmt.

Die vor Ort aufgezeichneten Daten werden im Anschluss in unserem Büro analysiert, ausgewertet und dokumentiert.

Weiter Probleme können an elektrischen Verbrauchern auftreten.

Beispiele für das Auftreten möglicher Störungen

  • Ausfall von Motoren durchÜberhitzung,
  • ständiger Ausfall von Fehlerstromschutzeinrichtungen,kurz: RCD,
  • Ausfall von vorgeschalteten Sicherungseinrichtungen,
  • Flackern von Leuchtstofflampen,
  • Flackern von Computer- Monitoren,
Ausfall von elektronischen Vorschaltgeräten, Trafos, Schaltnetzteilen,
Beeinträchtigung der Übertragung von Daten im Netzwerk bzw.
  • Beeinträchtigung von Funktechnik und/oder Funknetzwerken,
  • Erhöhte Blindleistung und dadurch bedingt höhere Stromkosten,
  • Erhöhte Nulleiterbelastung durch die 3. harmonische Oberwelle,
  • u.a.

Netzanalysen in Bezug auf Oberwellenbelastungen werden gemäß EN 50160 durchgeführt. Die Aufzeichnung der Daten erfolgt normekgerecht eine Woche lang.

Die Anforderung an die Netzqualität wird in der Norm EN 50160 ‚Merkmale der Spannung in öffentlichen Elektrizitätsversorgungsnetzen‘ beschrieben. Zweck dieser Norm ist die Festlegung und Beschreibung der Merkmale der Versorgungsspannung hinsichtlich Frequenz, Höhe, Kurvenform und Symmetrie der drei Leiterspannungen. Diese Merkmale ändern sich während des Normalbetriebes eines Netzes durch Lastschwankungen, Störeinflüsse von bestimmten Anlagen und das Auftreten von Fehlern, die vorwiegend durch äußere Ereignisse verursacht werden.

In der Norm EN 50160 werden unter anderem die Werte der einzelnen Oberschwingungsspannungen (uh ) an der Übergabestelle bis zur 25. Ordnung in Prozent der Netznennspannung (Un) beschrieben.

Grenzwerte für Oberschwingungsspannungen

Ungerade Harmonische Gerade Harmonische
Nichtvielfache von 3 Vielfache von 3
Ordnung h uh in % Ordnung h uh in % Ordnung h uh in %
5 6,0 3 5,0 2 2,0
7 5,0 9 1,5 4 1,0
11 3,5 15 0,5 6…24 0,5
13 3,0 21 0,5
17 2,0
19 1,5
23 1,5
25 1,5

Tabelle 1: Werte einzelner Oberschwingungsspannungen nach EN 50160 : 1999)

 

Der Gesamtoberschwingungsgehalt THD (Total Harmonic Distortion) der Versorgungsspannung, gebildet aus allen Oberschwingungen bis zur Ordnungszahl 40, darf einen Wert von 8 % nicht überschreiten.